Choriner Weg

Die GRÜNE LIGA Berlin stellt eine Wanderroute durch die eiszeitlich geprägte Landschaft nordöstlich von Berlin vor. Der abwechslungsreiche Weg durch Wald und Wiesen rund um das rot leuchtende Zisterzienserkloster Chorin und den nahen Amtssee beginnt und endet am historischen Bahnhof Chorin (Tourismusinformation, Fahrradverleih). Regionalbahnfahrt Berlin-Gesundbrunnen-Chorin: 35 Min.

Die Route führt zunächst durch das für die Region typische Straßendorf – vorbei an der Kirche bis zu den letzten Häusern am Waldrand. Dort biegt der Weg (siehe Wegmarkierungsstein: Richtung Kloster) an einem kleinen Rondell links in den Wald und fällt dann bald leicht ab bis zu einem kleinen Wasserlauf. Dort lohnt sich ein Spaziergang entlang des Grabens und zurück. Nach Überquerung der Brücke steigt der Weg wieder leicht an bis die Wiese vor dem Kloster sichtbar wird. Nach dem Aufenthalt rund ums Kloster Chorin, das natürlich auch zur Besichtigung einlädt, kann entlang des Amtssees der Rückweg angetreten werden. Das Honig-Restaurant Immenstube bietet kulinarische Köstlichkeiten. Wer mehr über den Wald von Chorin erfahren möchte und einen Blick über die Eiszeithügel der Region werfen will, wandert vorher noch über den „Lehrpfad am Weinberg“, der gleich hinter dem Kloster beginnt und in einem Bogen zum Amtssee führt.

Der Wanderweg

Wald, Wasser & Kultur

Start / Ziel: Bahnhof Chorin

Länge: 5 km, 7,5 km oder 9 km

Zeitdauer: 1,5 Std, 2 Std. oder 2,5 Std.

Schwierigkeit: leicht

spezielle Information: nur in der Kurzvariante für Kinderwagen geeignet, nicht geeignet für Rollstuhlfahrer

Die Stationen

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    Der Bahnhof Chorin und sein Netzwerk zu nachhaltigem Tourismus und sanfter Mobilität In etwa 45 Minuten kommen Regionalbahnreisende aus der Berliner Mitte hierher. Der denkmalgeschützte Bahnhof von Chorin-Kloster ist ein Kleinod – Architekten, Ingenieure, Handwerker, Künstler und Denkmalschütze haben das 1913 errichtete Gebäude nach historischen Befunden in neuem Glanz und als Energiesparhaus mit Erdwärmeheizung wieder erstehen lassen. Eine Meisterleistung in architektonischer und ökologischer Hinsicht! Der Bahnhof ist ein gelungenes Beispiel, wie vorhandene Strukturen und neue Bedürfnisse zueinander kommen können. Der Bahnhof, einst wichtig für den Gütertransport zwischen Berlin und Stettin, ist heute vor allem Ausgangspunkt für Touren in das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und den Naturpark Barnim. Das Bahnhofsgebäude beherbergt: Tourismusinformation (mit regionalen Wanderkarten, Rundtourenvorschlägen, Zimmervermittlung) Bahn-Hofladen mit Getränken, regionalen Spezialitäten, Natur- und Kunstprodukten Bio-Bistro „Lindenblatt“ mit leckeren kleinen Speisen, Kaffee und Kuchen Saal (die ehemalige Wartehalle, jetzt mit modernster Medientechnik ausgestattet), der von Firmen, Vereinen und Familien als Fest- und Veranstaltungsort gemietet werden kann und auch vom aktiven Bahnhofsverein genutzt wird. Das Netzwerk des Bahnhofs besteht aus Naturschützern und Erlebnisanbietern, Hotels und Gaststätten, Vertreibern regionaler Produkte und Biobauern, Kulturveranstaltern, Kontakten zur Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH), deren Studenten und Absolventen Tagestouren ab Bahnhof Chorin und den Lehrpfad am Weinberg des Klosters Chorin entwickelten und nicht zuletzt den Mitgliedern des Vereins Bahnhof Kloster Chorin e.V. – Diese machen den Bahnhof auch zum Mittelpunkt von Festen – so können z.B. Besucher und Einheimische im Herbst eingesammeltes Obst von einer mobilen Apfelpresse zu leckerem Most verarbeiten lassen. Der Erlös kommt dem Erhalt der in der Region typischen Streuobstwiesen zugute.

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    Der besondere Fahrradverleih                   http://www.fahrradverleih-chorin.de Niemand soll vom unmittelbaren Naturerlebnis ausgeschlossen sein – barrierefreie Mobilität ist das Anliegen – und so bietet der Fahrradverleih im Bahnhof Chorin neben Tourenrädern und Mountainbikes auch Tandems, Rikschas mit speziellen Anhängern sowie motorunterstützte Spezialräder und Anhänger für kranke oder behinderte Menschen. Es gibt Räder für Menschen mit Gleichgewichtsstörungen oder ein Rollstuhlrad, aus dem der Rollstuhl ganz einfach ausgehängt werden kann, um z.B. ins Restaurant zu gelangen. Transportkörbe für die Räder erleichtern den Einkauf z.B. im nahen Ökodorf Brodowin. Mehrpersonenräder für bis zu 23 Personen sorgen für Gruppenspaß und dafür, dass alle daran teilhaben können. Der kleine E-Fuhrpark des Bahnhofs ermöglicht einen umweltfreundlichen und individuellen Transport, der an die Bahn anschließt. Die Erfahrungen des Betreibers fließen in das nachhaltige „Null-Emissions-Mobilitätsnetzwerk“ ein, das unter dem Motto „Sonne auf Rädern“ im Gebiet des UNESCO-Biosphärenreservates entwickelt wird – beispielhaft auch für andere Regionen.

  • Tourismusinformation (mit regionalen Wanderkarten, Rundtourenvorschlägen, Zimmervermittlung)

  • Pension Buntspecht www.pension-chorin.de

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    STRESSPRÄVENTION DURCH ACHTSAMKEIT FÜR KÖRPER UND SINNE ZIEL:  Stärkung der nicht gerichteten Wahrnehmungsfähigkeit, Beruhigung der Gedanken, Öffnung der Sinne für die Natur, Erholung der Konzentrationsfähigkeit UMGEBUNG:  Übergang zwischen Dorf und Wald; ebener Boden, der guten Halt gibt; geringer Geräuschpegel; kein Autoverkehr DAUER:  ca. 7 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Für die Übung ist es gut, sich dem Ort auf den letzten Metern schweigend zu nähern, einen Standplatz zu suchen und das Gepäck abzulegen. Die Füße stehen schulterbreit, Knie ganz leicht gebeugt, Arme hängen locker, der Kopf ist aufrecht. Stellen Sie sich vor, dass aus Ihren Füßen Wurzeln bis tief in die Erde wachsen, Ihr Kopf hingegen wie mit einem Faden mit dem Himmel verbunden ist. Entspannen Sie bewusst Ihren Unterkiefer und die Schultern oder andere Körperbereiche, die sich verspannt anfühlen. Atmen Sie eine Weile tief ein und aus und nehmen Sie wahr, wie sich Ihr Körper zwischen Himmel und Erde befindet. Dieser ganz selbstverständlich arbeitende Wahrnehmungssinn für die eigene Körperhaltung (das Gefühl, sich auf eine bestimmte Weise in einem Raum zu befinden) ist uns im Alltag oft nicht bewusst. Nehmen Sie sich Zeit, auch in den Raum um Ihren Körper zu fühlen – öffne Sie sozusagen Ihre Haut für Ihre Umgebung. Stimmen Sie sich ein auf den Wald, den Sie gleich betreten werden… Richten Sie dann sanft Ihre Aufmerksamkeit auch auf die anderen Wahrnehmungssinne: entlassen Sie die Ihre Augen aus der Alltags-Fokussierung, die alles scharf voneinander trennt und weiten Sie Ihren Blick für das Ganze der Umgebung. „Öffnen“ Sie auf diese Weise auch Ohren und Nase. Mit jedem Atemzug genießen Sie etwas mehr – – –

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    WASSERWAHRNEHMUNG ZIEL:  Verbindung mit der Natur spüren UMGEBUNG:  Brücke über den Bach DAUER:  ca. 3 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Auf der Brücke halten Sie auf beiden Seiten einen Weile inne – schauen Sie auf den Lauf des Baches und lauschen gleichzeitig nach innen: welche Bewegung ist Ihnen angenehmer? Ist es das auf Sie zukommende Wasser oder eher das von Ihnen wegfließende? Welche Gedanken und Gefühle tauchen auf? – Die Übung ist ein kleines Beispiel dafür, wie Naturphänomene unser Wesen ansprechen können.

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    DER NETTELGRABEN / DIE BULLENWIESE Die Mönche des Zisterzienserklosters Chorin bauten zur Versorgung des Klosters ein für ihre Zeit hochentwickeltes Be- und Entwässerungssystem. Von der wasserbautechnischen Leistung zeugt heute noch der Nettelgraben als künstlich angelegter Wasserlauf durch die reliefreiche Landschaft des Endmoränenbogens. Über 12 km wurde auf diese Weise Frischwasser zum Kloster geführt. Die vom Nettelgraben durchflossenen sogenannten Bullenwiesen (ca. 3 ha groß) wurden im Wechsel der Jahreszeiten als Teiche für die Fischaufzucht und als Weideflächen für das Vieh genutzt. Der Graben hatte erheblichen Einfluss auf Hydrogeologie und Melioration um Chorin. Heute ist die Wasserzufuhr in den Nettelgraben durch umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Biotope weitgehend reguliert – das Gebiet ist der Natur zurückgegeben. Die Wanderung zur Bullenwiese kann über die in der Karte angezeigte Strecke hinaus verlängert werden – entgegen dem Uhrzeigersinn um das Gebiet herum bis zur Brücke zurück (ca. 2,5 km). Achtung: Dieser Weg ist nicht für Kinderwagen geeignet, stellenweise uneben und erfordert in Zeiten höherer Wasserführung leichte Balancierfähigkeit.

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    PFLANZEN AUF DER WIESE VOR DEM KLOSTER Neben Gänseblümchen sind z.B. Breitwegerich, Klee, Schafgarbe, Brennnessel und Sauerampfer auf der Wiese zu finden – alle eignen sich für Wildkräutersalate. (Fotos der Pflanzen finden Sie auf der Webseite der GRÜNEN LIGA Berlin e.V.)

  • BEWEGUNG AUF DER WIESE VOR DEM KLOSTER Übung in Leichtigkeit ZIEL:  Anregung der Atmung, Gefühl von Leichtigkeit, Lockerung in Schultern und Nacken, Beweglichkeit in der Brustwirbelsäule UMGEBUNG:  lichter offener Raum DAUER:  ca. 6 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Suchen Sie sich einen Standplatz auf der weiten Wiese, der Ihnen neben einem sicheren Stand auch einen schönen Blick erlaubt. Die Füße stehen hüftbreit auseinander, die Hände liegen mit den Fingern auf den Schultern auf (Daumen hinten). Während Sie ruhig einatmen, wenden Sie den Oberkörper behutsam nach links, beim Ausatmen nach rechts. Nach ca. 10 Wiederholungen wechseln Sie und atmen dann ein bei der Drehung nach rechts und atmen aus bei der Drehung nach links (10x).

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    STRESSPRÄVENTION DURCH MEDITATION IN DER NATUR Wählen Sie eine der beiden Meditationen aus! Atemmeditation ZIEL:  Energetisierung, Erhöhung der Spannkraft, Anregung des Lymphsystems, Entgiftung, ausgleichende Wirkung auf den Darm UMGEBUNG:  ruhiger Wiesenplatz DAUER:  10 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Sie können die Übung im Sitzen oder im Liegen durchführen. Atmen Sie zunächst tief durch die Nase aus. Danach ziehen Sie beim Einatmen die Luft in Ihrer Vorstellung durch alle Hautporen ein – nicht nur die Lunge atmet, sondern die ganze Haut (als unsere „zweite Lunge“) atmet und zieht wie ein Schwamm die Umgebung in sich auf. Entlassen Sie die Luft dann ohne Anstrengung von allein durch Mund oder Nase. Halten Sie diese Übung mindestens für 10 Minuten ein. Regenerationsmeditation ZIEL:  Stressabbau, Anregung der Hypophyse, die Hormone gegen Stress ausschüttet, Senkung des Blutdrucks, klares Denken, Selbstbewusstsein UMGEBUNG:  ruhiger Wiesenplatz DAUER:  10 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Die Übung ist für eine Durchführung im Liegen oder im Sitzen geeignet. Schließen Sie die Augen und legen Ihre offenen Handflächen auf Ihre Oberschenkel. Atmen Sie tief in den Bauch und über dem Mund wieder aus. Bei jedem Atemzug zählen Sie still mindestens bis 3 – und erhöhen langsam bis 10. Dann sollte jeder Atemzug 15-20 Sekunden dauern. Halten Sie diesen Rhythmus ca. 5 Minuten.

  • alte Bäume am Kloster Chorin

    WAHRNEHMUNGS- und KONTAKTÜBUNG MIT BAUM ZIEL:  Stärkung der Wahrnehmungsfähigkeit und der inneren Verbindung zu Bäumen, Erspüren der unterschiedlichen Kräfte von Bäumen, Erhöhung der Bereitschaft, sich für Naturschutz, Nachhaltigkeit etc. einzusetzen UMGEBUNG:  einzeln stehende Bäume DAUER:  ca. 10 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Suchen Sie sich einen einzeln stehenden Baum, der möglichst von allen Seiten zugänglich ist. Nehmen Sie eine Position zum Baum ein, die zunächst etwas entfernt ist und Ihnen einen Blick auf die gesamte Gestalt des Baumes erlaubt. Schauen Sie in aller Ruhe auf das, was Sie sehen – wichtig: ohne schon Bewertungen, Gefühlen usw. Raum zu geben! – und benennen Sie es: z.B. ich sehe eine runde Krone, eine spitze Krone, weißliche Blätter, einen braunen rissigen Stamm o.ä., nehmen Sie sich Zeit und schauen Sie auch auf Einzelheiten. Danach gehen Sie einige Schritte näher an den Baum heran – und prüfen Sie, ob sich etwas verändert in ihren Wahrnehmungen. Lädt der Baum Sie ein, näher zu kommen und auch unter die Krone zu treten? Bis wohin reicht seine Ausstrahlung? Ändert sich etwas in ihren Wahrnehmungen (Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen), wenn Sie unter die Baumkrone treten? Wo in Ihrem Körper können Sie die Energie des Baumes fühlen? Welche Ideen kommen Ihnen unter dem Baum, welche Gedanken und Gefühle bewegen Sie, was würden Sie gern tun? Schauen Sie empor ins Blätterdach – was sagt es Ihnen? Was teilt der Stamm des Baumes mit? Wie ist Ihr Kontakt zum Boden in der Nähe des Baumes? – Lassen Sie sich Zeit für Ihre Wahrnehmungen. Wiederholen Sie nach einiger Zeit diese Kontaktübung mit einer anderen Baumart – Sie werden erstaunt sein!

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    KLOSTER CHORIN wird als ein Schlüsselwerk der norddeutschen Backsteingotik bezeichnet. Seit Jahrzehnten genießen Besucher kulturelle Veranstaltungen wie den „Choriner Musiksommer“ in der faszinierenden Atmosphäre der ehemaligen Klosterkirche. Außerdem finden Klostermärkte statt. Auch für Gäste mit eingeschränkter Mobilität wird der Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht. Ein Behinderten- WC und ein Fahrstuhl im Verwaltungsgebäude sind vorhanden. Die Wege in die evangelische Kapelle, zum Standesamt und in die Sonderausstellung im historischen Abthaus sind barrierefrei. Aus denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ist absolute Barrierefreiheit allerdings nicht gegeben. Weitere Information finden Sie unter http://www.kloster-chorin.org

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    LEHRPFAD AM WEINBERG Der Lehrpfad am Weinberg kann die eher gemächliche Wanderung vom Bahnhof Chorin zum Kloster durch eine etwas sportlichere Herausforderung ergänzen (mit Rückkehr zum Kloster ca. 3 km mit leichten Steigungen). Jenseits der Straße am Besuchereingang des Klosters betritt man den ehemaligen Weinberg der Zisterziensermönche. Die Südhänge des Berges wurden für den Weinanbau genutzt, bis die letzten Reben im Jahrtausendwinter von 1740 erfroren. Mit der modernen Forstwirtschaft wurde der Weinberg zu einer besonderen Kostbarkeit. Heute kann er auch als eine Wiege der Kultivierung von fremdländischen Baumarten in Norddeutschland angesehen werden. Eine beeindruckende Fülle erwartet den Wanderer: u.a. Berg- und Spitzahorn, Sandbirke, Buche, Trauben und Rot-Eiche, Esche, Rosskastanie, Douglasie, Schwarzkiefer, Weymouths-Kiefer, Europäische Lärche, Riesen-Lebensbaum, Lawson-Scheinzypresse, Hemlock-Tanne, Hasel, Winterlinde und Eibe. Einen Lehrpfad gibt es am Weinberg schon seit vielen Jahren – immer wieder verändert. Die Beschilderungen zeigen sehr schön, auf welche Inhalte zu verschiedenen Zeiten Wert gelegt wurde. Man kann den Transport des Gesteins durch das skandinavische Eis nachvollziehen und einen Blick auf Bodenprofile und eine wissenschaftliche Versuchsfläche der Forstanstalt Eberswalde werfen. Der Lehrpfad überschreitet gegen Ende hin den „Lieper Amtsweg“, der sich schnurgerade durch die Choriner Forsten zieht – eine der sternförmig auf das Kloster zulaufenden Straßen, auf denen vor 800 Jahren die Untertanen schritten, um ihre Abgaben zu entrichten. In den Choriner Wäldern sind durch weit bekannte und geschätzte Forstmeister seit langem Erfahrungen mit dem ökologischen Umbau des Waldes gesammelt worden, wie er jetzt in ganz Deutschland angestrebt wird. Statt einer Bewirtschaftung in Perioden, die auch Kahlschlag einschließt, wird ein „sanfter Generationenwechsel“ angestrebt, in der natürliche Verjüngung die wichtigste Rolle spielt.

    Interessante Führungen durch die Choriner Wald- und Moorlandschaft können angefragt werden bei Förster Dietmar Discher, Amt Chorin 11, T. 004933366434

  • NACHHALTIGKEIT – Waldumbau. Woran erkenne ich diesen? Worauf achte ich? ZIEL:  bewusste Wahrnehmung des Waldes und der Umwelt; Verbindung zwischen Wissen und Erfahrung stärken UMGEBUNG:  Wald bzw. Landschaft mit Baumbestand DAUER:  ca. 10 Minuten WISSEN:  Waldbewirtschaftung orientiert sich seit 1-2 Jahrzehnten am Konzept des Waldumbaus hin zu einer naturnahen Waldwirtschaft – es sollen Waldbestände mit natürlichen Strukturen und Lebensabläufen geschaffen werden. Größtes Interesse gilt dabei der Funktionsgerechtigkeit der Wälder – diese betreffen wirtschaftliche Aspekte ebenso wie soziale und ökologische. Waldumbau steht daher im Kontext von Nachhaltigkeit. DURCHFÜHRUNG:  Suchen Sie sich eine bequeme Sitzmöglichkeit (Baumstumpf oder Mooskissen) mit Blickrichtung in den Wald. Lassen Sie den Blick schweifen. Wie viele Baumarten sind zu erkennen? Ist ein Verhältnis von Laub- zu Nadelbäumen (bzw. umgekehrt, beginnend mit dem jeweils größeren Anteil, z.B. 2 zu 1) zu bestimmen? Nehmen Sie den Wald genauer war: Ist es ein dichter oder ein hoher Wald mit viel Einblick? Wieviel Sonnenlicht erreicht den Waldboden? Fällt eine besondere Nutzung des Waldes auf (Spaziergänger, Jogger, Biker, Reitpfade etc.)? Welchen Eindruck macht der Wald ringsum? Ist er eher „aufgeräumt“ oder mehr naturbelassen oder gar wild? Welche Kriterien du für dein Urteil heranziehen könntest (z.B. allgemeines Bild: liegt viel Totholz/Sturmbruch herum? Gibt es Unterwuchs? Wie sehen die Waldwege aus? Wird der Wald bewirtschaftet? Achten Sie hierzu auf den Zustand der Waldwege – gibt es frische Spuren von Waldfahrzeugen? Wird Holz geschlagen (gibt es Stapel von Holzstämmen an den Wegen)? Wird Unterholz entfernt? Sind Einhegungen von zu schützenden, nachgepflanzten Baumbeständen zu erblicken? Versuchen Sie sich in einer Bewertung: Ist der Zustand des Waldes in Ordnung für Sie? Fühlen Sie sich wohl hier? Was gefällt am meisten und was gefällt eher weniger? Atmen Sie noch einmal tief ein, nehmen Sie den Geruch des Waldes, der Bäume wahr – und sammeln Sie sich zum Aufbruch.

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    BEWEGUNG UND STRESSPRÄVENTION – Lach-Yoga-Übung ZIEL:  Gefühl von Stabilität und Flexibilität, Unterstützung einer tiefen Atmung, Stressabbau UMGEBUNG:  ebener Boden, freier Blick in den Himmel DAUER:  2 Minuten DURCHFÜHRUNG:  Stellen Sie die Füße hüftbreit, lassen Sie Schultern und Arme locker hängen und bewegen Sie beim Ein- und Ausatmen leicht Ihren Körper: Wippen mit den Knien, Schwingen mit den Armen, kleine Kopfbewegungen. Dann breiten Sie die Arme nach beiden Seiten aus, beugen sich mit einem hörbaren Ausatmen vornüber (Achtung: nur soweit es angenehm ist!) und lassen dann Oberkörper, Kopf und Arme wieder nach oben in Richtung Himmel schwingen – dabei geben Sie Ihrer Stimme mit einem lauten „Ha-ha-ha-ha“ Raum und Ihre Blicke gehen in den freien Himmel. Sie werden merken, dass diese lachende Verbindung zwischen Erde und Himmel Ihnen überaus gute Laune verschafft. Wiederholung der Bewegung bei Bedarf!

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    PAVILLON /AUSSICHT AUF DEM WIESENHÜGEL Der Wiesenhügel jenseits der Kopfsteinpflasterstraße des Lieper Amtsweges bietet einen der wenigen unverstellten Blicke in die offene Landschaft, die in dieser Gegend möglich sind. Unter einer kleinen Überdachung rufen Bildtafeln eine Vorstellung davon auf, wie die Landschaft Nordostbrandenburgs durch das Inlandeis der Weichsel-Kaltzeit geformt wurde. Die gesamte Region um Chorin zeigt bilderbuchmäßig die Abfolge der sogenannten glazialen Serie (Grundmoräne, Endmoräne, Sander, Urstomtal).

  • amtsseeyoga_skal

    STRESSPRÄVENTION – YOGAÜBUNG „DER BAUM“ ZIEL:  Stärkung des Gleichgewichtssinns, Gefühl von Stabilität, Zielorientiertheit UMGEBUNG:  ebener Boden, der sicheren Stand ermöglicht. Blickfixierung beim Geradeaus-Schauen auf einen möglichst schönen Platz (hier gut geeignet die Insel in der Seemitte) DAUER:  1 Minute NICHT BEI:  starken Gleichgewichtsstörungen DURCHFÜHRUNG:  Stehen Sie gerade mit geschlossenen Füßen und atmen Sie einige Male tief ein und aus. Dann strecken Sie die Arme seitlich aus und verlagern Sie das Gewicht auf das rechte Bein. Winkeln Sie das linke Bein an und legen Sie den linken Fuß an die Innenseite des rechten Beins – je nach dem Grad von eigener Beweglichkeit und Sicherheit auf den rechten Fuß in Knöchelhöhe, an die Wade, ans Knie oder – für Fortgeschrittene – an den Oberschenkel. Anschließend strecken Sie die Arme leicht angewinkelt hoch und führen Ihre Handflächen zusammen, spannen den Bauch an und schauen geradeaus. Ca. 15 Sekunden halten, dann die Übung mit dem anderen Bein wiederholen. Wenn Sie für die Übung Ihre Schuhe anbehalten wollen, winkeln Sie das jeweilige Spielbein so an, dass der Schuh vor dem anderen Standbein gehalten wird.

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    ERNÄHRUNG – RESTAURANT IMMENSTUBE Das Handwerk der Imkerei hat jahrhundertealte Tradition in der Choriner Gegend. Die „Immenstube“ als Honig-Spezialitätenrestaurant bietet neben raffiniert zubereiteten Gerichten auch Honigprodukte zum Verkauf und Wissenswertes rund um den Honig. Auch im Garten gibt es Sitzplätze und einen Spielplatz.

Die Regionalen Partner

Kulinarik

Nachhaltiger Tourismus

  • Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)

    Schicklerstraße 5
    16225 Eberswalde
    T +4933 34/ 657-0 (Zentrale)
    W www.hnee.de

  • Wirtschafts- und Tourismusentwicklungs- gesellschaft mbH des Landkreises Barnim

    Alfred-Nobel-Str. 1
    16225 Eberswalde
    W www.wito-barnim.de
    W www.barnimerland.de

  • Fahrradverleih Chorin

    Bahnhofstraße 2, 16230 Chorin
    T +49 33366 53700

Unterkünfte

Die Thementipps